Was bedeutet Friedhof für Sie ganz persönlich?

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Was andere über den Friedhof sagen

Lara, 31 Jahre

Mein Leben! Als Friedhofsverwalterin darf ich mich seit 7,5 Jahren um zwei ganz besondere Orte kümmern, die mich auch heute noch mit neuen, spannenden Themen in Berührung bringen und mit ihrem Facettenreichtum ein unfassbar interessanter Arbeitsplatz sind. Durch ihre zusätzlichen Funktionen als Naherholungsräume, ökologische Kleinode, Kulturräume und Denkmalstätten locken die Friedhöfe neben den Grabstättenbesucher:innen auch viele andere Gäste an. Von beiden Besuchergruppen erleben wir viel Dankbarkeit für unser Engagement im Team - weil Menschen sich gut von uns beraten fühlen, sich über die gepflegte Grünanlage freuen oder unseren Einsatz beim Erhalt der Denkmalsubstanz schätzen. Auch das gibt mir und meinen Mitarbeitenden das Gefühl eine wertvolle Arbeit zu tun und Menschen in einer...

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Uli, 63 Jahre

Friedhof ist für mich ein Ärgernis. Als Bestattungspflichtiger musste ich wegen des Friedhofszwangs gegen meinen Willen eine Bestattung auf einem Friedhof veranlassen. Der Grabstein musste von einem zugelassenen Steinmetz (vorgeschrieben in der Friedhofssatzung) aufgestellt werden und war nach wenigen Jahren nicht mehr standfest. Der Friedhofsträger hat mir angedroht, den Grabstein kostenpflichtig umzulegen (steht auch in der Friedhofssatzung). Nach all dem Ärger habe ich - nach sinnloser Quälerei durch Grabpflegestress - das Grabnutzungsrecht vorzeitig zurückgegeben und habe die Rückgabe nie bereut.

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Tanja, 34 Jahre

Ein Ort der Ruhe, an dem man sich an die geliebten Verstorbenen erinnert und die Natur genießen kann. Aber auch ein Ort an dem man sich trifft und Klönschnack hält.

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Andreas, 57 Jahre

Friedhof - Er ist Lebensraum! Friedhof - Er ist artenreichen! Friedhof - Er ist bunt!       Friedhof - Er ist grün!       Friedhof - Er ist großzügig! Friedhof - Er ist Erinnerung! Friedhof - Er ist Hoffnung! Friedhof - Er ist weitergelebte Liebe!                                   Friedhof - Er hat Stil!         Friedhof - Er ist gelebte Vielfalt! Friedhof - Er ist Menschenrecht! Friedhof - Er ist Kultur und Kulturerbe!

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Madeleine, 22 Jahre

Der Friedhof ist mein Arbeitsplatz und ich genieße die Stille, wenn ich als Erste dort bin vor einer Beisetzung. Ich baue die Dekoration um den Verstorbenen auf, vereinzelt kommen Besucher vorbei und fragen nach Erinnerungsbildern und erzählen vielleicht auch von dem Verstorbenen. Nach und nach füllt sich dann die Trauerhalle oder der Platz davor. Es wird geredet, gelacht und geweint. Die Trauerfeier findet statt und der Verstorbene wird beigesetzt. Danach sprechen viele noch mit den Angehörigen, der Friedhof leert sich langsam wieder bis die anfangs beschriebene Stille wieder einkehrt und ich als letzte nach dem Abbauen das Tor schließe.

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Astrid, 62 Jahre

Ein Ort, wo ich nicht nur meinen verstorbenen Verwandten gedenke, bete, ihnen etwas erzähle, was ich niemandem sonst erzähle. Ich gehe zu Wegbegleitern meiner Kindheit und erinnere mich, was die Person für mich bedeutet hat. Ich begegne Menschen und erfahre etwas darüber wie diese trauern und was sie bewegt. Ich nehme die Grabpflegearbeit der Familie wahr und kann mich damit nicht identifizieren. Das ist verstörend für mich. Ich denke die sogenannte Friedhofskultur auf dem Dorf hat sich für mich überlebt. Ein Tabuthema. Friedhof als Ort, an dem Natur ihren Raum haben darf, ist im ländlichen Bereich, aus meiner Erfahrung, nicht gewünscht bzw. unüblich. Schade.

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Sarah, 30 Jahre

Friedhöfe strahlen für mich oft eine besondere Aura aus. Doch insbesondere kleine städtische Friedhöfe lösen mit ihren immergleichen Grabreihen oft ein Engegefühl in mir aus. Ich kann mir nicht vorstellen, so bestattet zu werden und wünsche mir mehr Freiheiten, Friedhöfe liberaler zu gestalten.

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Adelheid, 70 Jahre

Friedhof bedeutet für mich Erinnerung an meine Kindheit. Meine Großmutter ist oft mit meinen zwei Schwestern dort hingegangen. Sie hat uns von den Toten, die sie kannte erzählt und wir haben zugehört. Es gibt leider viel zu wenig wirklich schöne Friedhöfe.

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Marie-Luise, 56 Jahre

Ein Ort der Ruhe und Besinnung, ein Ort der Begegnung, ein Ort, an dem Trauer sich zeigen darf, ein Ort der (christlichen) Hoffnung.

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