Was bedeutet Friedhof für Sie ganz persönlich?

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Was andere über den Friedhof sagen

Andreas, 47 Jahre

Friedhof ist für mich nicht wichtig. Bin aus der Kirche seit Jahren ausgetreten. Bestattung wie früher oder wie jetzt noch meist üblich wird verschwinden. Die Menschen wünschen sich individuelle Möglichkeiten, die verstorbene Person zu "beerdigen". Ich würde mir wünschen, entweder die Asche über den Alpen verstreuen oder daß meine Frau einen Diamanten aus meiner Asche machen läßt. Das wäre ein Traum, leider in Deutschland nicht erlaubt und im Ausland sehr teuer. Hier ist Deutschland extrem hinten dran. Wie viele Menschen sind nicht mehr in der Kirche. Sterben tun sie ja trotzdem irgendwann. Für die Angehörigen muß es leichter werden, eine persönliche "Bestattung" organisieren zu können

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Alisa, 20 Jahre

In meinen Augen ist der Friedhof einengend und freiheitsberaubend. Ich möchte nicht, dass mein toter Körper irgendwann an einem fremdbestimmten Fleck unter der Erde vermodert. Warum soll ich später an jenem Ort in jenem Zustand von der Zeit der Erde gleicht gemacht werden? Warum dürfen meine Hinterbliebenen nur an dem dafür vorgesehenem Ort um mich trauern – und nicht dort, wo man unter sich ist, wo ich es mir wünsche? An einem Ort, der mit etwas bedeutet? Der Großteil der Menschen durchläuft meist ein durchschnittliches Leben von Station zu Station – Schule, Uni, Arbeit… Es gleicht einer Massenabfertigung, einer gelenkten Menschmassenhaltung. Naturgegebene Rechte werden uns bei der Geburt entzogen und durch sofort wirksame Pflichten und Gesetze ersetzt. Sollte doch wenigstens mindestens...

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Martina, 31 Jahre

nicht so wichtig. Ich trauere eher in Gedanken und brauche keinen Ort zum Aufsuchen. Ich wäre eher für eine Seebestattung oder eine Versträuung der Asche im Wald. Alle Alternativen ohne Pflegeaufwand würde ich begrüßen..

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Peter, 66 Jahre

Ich wünsche mir, dass meine Asche in unserem Garten verstreut wird. Ich denke an verstorbene Verwandte die oft über 500 km von meinem Wohnort entfernt bestattet wurden.

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Felix, 30 Jahre

Friedhöfe sind für mich nichts anderes als Parks oder Wälder, in denen man verschnaufen und die Ruhe genießen kann. Als Ort für Trauer oder Einkehr benötige ich sie nicht, höchstens ihren kulturellen Wert schätze ich. Meiner Meinung nach ist eine Abschaffung des Bestattungs-/Friedhofszwangs überfällig. Ich zum Beispiel möchte am liebsten in einem Wald verstreut werden - gerne auch anonym.

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Ralf, 52 Jahre

Friedhof ist für mich ein unpersönlicher, antiquierter Ort. Er ist dafür da, die Menschen weiter an die Kirche zu binden und den Bestattungsunternehmen Umsatz zu sichern. Der Umgang mit dem Tod hat in Deutschland nichts mit modern und weltoffen zu tun. Aber leider ist die Lobby der Kirche und Bestattungsunternehmen so stark, dass deren Macht um rund um den Tod auf lange Sicht gesichert ist. Ich hoffe, ich kann diesem Klüngle mit meinem Testament entfliehen.

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