Zukunftsweisende Friedhofsgestaltung

Es gibt Kommunen, die den Friedhof als lästiges und notwendiges Anhängsel in ihren vielfältigen Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge sehen und dafür entsprechend wenig fachlich, personell, finanziell und emotional investieren. Doch genauso gibt es Städte und Kommunen, die den Friedhof inhaltlich, programmatisch und kulturell in hervorragender Weise weiterentwickeln und als Vorreiter die Zukunft des Friedhofs schon heute mitgestalten.

Auf dieser Seite finden Sie zukunftsweisende Praxisbeispiele. Lassen Sie sich von den Ideen inspirieren und nehmen Sie dies zum Anlass auch in Ihrer Region eine Diskussion über die Weiterentwicklung der Friedhöfe anzuschieben. Erst mit gemeinsamer Anstrengung, anfangend auf der kommunalen Ebene, wird es uns gelingen, die Bestattungs- und Friedhofskultur fortzuentwickeln.

Praxisbeispiele

Friedhöfe sind mehr als öffentlich-rechtliche Daseinsvorsorge
 

Oliver Wirthmann

Abstract
Die Friedhöfe sind für viele Zeitgenossen der jüngeren Generationen ein verschlossenes Terrain, das sie kaum interessiert. Doch vorbildliche Friedhofsentwicklungen gibt es im ganzen Land.
Lesen Sie in diesem Leitartikel über neue Wege für einen alten Kulturort, über Friedhöfe in privater Trägerschaft und das Engagement der Bestatter. 

Friedhof – Ein Ort mit Zukunft
Lehrbuch, in der zweiten überarbeiteten Auflage
 

Rosa Amador Marti

Abstract
Das fundierte Lehrbuch bietet eine tiefgehende Grundlage für angehende BestattermeisterInnen im Fach Friedhofsplanung oder dient als Studienergänzung für angehende Landschaftsarchitekten sowie für Friedhofsgärtner und Friedhofsträger. Ein profundes Grundlagenwerk rund um das Thema Friedhof und wichtiger Anstoß für Verbesserungen in unseren Friedhofsanlagen im 21. Jahrhundert. 

Die Tiergrabanlagen in Dortmund-Wambel – wenn ein Tierfriedhof zum Vorbild für Humanfriedhöfe wird
 

Oliver Wirthmann

Abstract
Immer mehr der in Deutschland gehaltenen Hunde, Katzen und Kleinsäuger finden ihre letzte Ruhe auf einem Tierfriedhof, von denen es in ganz Deutschland inzwischen unzählige Varianten und auf leider sehr unterschiedlichen ästhetischen Niveaus gibt.
Der in unmittelbarer Nähe an den Dortmunder Hauptfriedhof durch die Tierbestatter und Friedhofsgärtner betriebene Tierfriedhof gehört in seiner äußeren Erscheinungsform und der friedhofsarchitektonischen Gesamtkomposition zu den besonders vorbildlichen Anlagen.  

Die TRAUERHALTESTELLE wird in Hamburg Realität

Oliver Wirthmann

Abstract
In einer sich wandelnden Trauerkultur wächst der Wunsch nach neuen Formen des Gedenkens. Die Grabstelle als Ort des Trauerns wird von Trauernden zwar aufgesucht, doch was ist, wenn der verstorbene Angehörige in einer anderen Stadt oder einem anderen Land liegt? Was ist, wenn besondere Trauersituationen wie Unglücksfällen eine andere Form des Gedenkens erfordern? Die „TRAUERHALTESTELLE“, konzipiert von den Architektinnen Solveig Schacht und Mareile Höring, ist ein Ort des Rückzugs und der Besinnung, der dem Wunsch nach neuen Formen des Gedenkens gerecht wird.

Friedhof Düren – eine Friedhofsanlage, die ihrer Zeit weit voraus ist

Oliver Wirthmann

Abstract
Der städtische Friedhof in Düren verbindet individuelle Bestattungsmöglichkeiten mit wirtschaftlichem Denken und kultureller Ästhetik zum gelungenen Dreiklang. Statt Effekthascherei wird auf nachhaltige Planung gesetzt. Es ist ein Friedhof, der in seiner Vielfalt und Harmonie überzeugt.
Den gesamten Artikel finden hier zum Download.  

Eduard-Müller-Krematorium Hagen – neugestalteter Abschiedsraum

Oliver Wirthmann

Abstract
Der neue Abschiedsraum im Eduard-Müller-Krematorium Hagen zeichnet sich durch klare Formensprache und Offenheit für verschiedene Möglichkeiten des Abschieds aus.  Seine kontemplative Atmosphäre lässt Rituale zu und erlaubt zugleich freies Handeln entsprechend eigener Anschauungen der Trauenden. 
Zweimal im Jahr wird ein Gottesdienst für die „Ungedachten“ gefeiert, also Menschen, an die keiner mehr denkt und auch Menschen, die als Obdachlose nur allzu schnell in der Mühle des Vergessens gefangen sind.