Trauerhaltestelle

In einer sich wandelnden Trauerkultur wächst der Wunsch nach neuen Formen des Ausdrucks für Trauer und Gedenken. Die öffentliche und auch die individuelle Trauer verändern sich und tragen den Entwicklungen einer interkulturellen Gesellschaft Rechnung. Die Trauerhaltestelle, konzipiert von den Architektinnen Solveig Schacht und Mareile Höring, ist ein Beispiel für die Umsetzung dieses Gedankens im öffentlichen Raum.

Neuer Erlebnis- und Erfahrungsort auf dem Friedhof

Tatsache ist, dass unsere Friedhöfe sich verändern und weiter verändern werden. Auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf wird momentan ein einzigartiges Projekt verwirklicht, dass sinnbildlich und richtungsweisend für diese Veränderungen steht. Die Trauerhaltestelle ist ein neuartiger architektonischer Raum, der zukünftig zum Erlebnis- und Erfahrungsort der Friedhofsbesucherinnen und -besucher werden wird. Angestoßen wurde das Projekt vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e. V.
Die Stiftung Deutsche Bestattungskultur begleitet die Realisierung nun ideell.

Mit freundlicher Genehmigung von www.evangelisch.de

Geschützter Rückzugsraum für Trauer und Gedenken

Die Trauerhaltestelle ist ein öffentlicher Ort und für alle zugänglich – und gleichzeitig ein geschützter Rückzugsraum der Trauer und des Gedenkens. Ihrem Anspruch nach verkörpert sie neue Perspektiven und Möglichkeiten der Friedhofsgestaltung, die jedoch keinen Bruch mit den gewachsenen Landschaften und Traditionen bedeuten. Dieser integrative Anspruch spiegelt sich in ihrer Architektur und Ausgestaltung: Die Trauerhaltestelle steht den Bedürfnissen der Besucherinnen und Besucher offen und gibt deren Trauer keine Richtung vor. Sie lädt ein und verpflichtet dabei zu nichts. Sie ist ein physischer und gedanklicher Raum, der auf ganz unterschiedliche Weise gefüllt und erlebt werden kann.

Wir laden Sie herzlich ein, sich weiterführend über Idee und Umsetzung der Trauerhaltestelle

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