Was bedeutet Friedhof für Sie ganz persönlich?

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Was andere über den Friedhof sagen

Marcus, 44 Jahre

Mein Großvater hat sich aufgrund eines Streit mit der Kirchenverwaltung um den gemieteten Grabplatz seiner Mutter, plastinieren lassen. Es wäre cool, wenn ich ihn in der Körperwelten Ausstellung sehen könnte. Ansonsten wird man von der Wiege bis zum Grab reglementiert und zur Kasse gebeten. Deshalb nein zum Friedhofszwang. Ich will von der Erde verschwinden ohne dass jemand noch jahrelang Miete für irgendwas zahlen muss oder reglementiert wird. Solang niemand auf dem Komposthaufen im Schrebergarten beigesetzt wird sollte sich der Staat und die Bestatterlobby raushalten. Rest In Peace!

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Leonhard, 72 Jahre

Mein Weg führt mich täglich durch den örtlichen Friedhof. Er vermittelt mir eine gewisse Ruhe und viel Gelassenheit.

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Hannelore, 71 Jahre

Der Friedhof sollte auch die Möglichkeit zur Baumbestattung geben, nur die Grabbestattung ist nicht mehr zeitgerecht.

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Ela, 28 Jahre

Ich liebe Friedhöfe! Als Bestatterin in Ausbildung verbringe ich viel Zeit dort, aber auch privat genieße ich gerne die Ruhe und Natur (Die sehr zutraulichen Eichhörnchen auf dem Pragfriedhof in Stuttgart sind mein Highlight). Und doch könnte ich mir nicht vorstellen, selbst auf einem bestattet zu werden, denn keine der momentan verfügbaren Bestattungsarten sagt mir sonderlich zu. Verbrannt werden möchte ich nicht, in einem Sarg rund zwei Meter tief in der Erde liegen aber auch nicht. Ich würde mir wünschen in Tüchern gewickelt und mit Blumen geschmückt der Erde übergeben zu werden - diese Bestattungsart wäre bestimmt sogar Klimafreundlicher. Im Idealfall passiert das im Wald oder auf einer schönen Wildblumenwiese. Kurz gesagt: Ich möchte eine Abschaffung des Friedhofszwangs und des...

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Denise, 36 Jahre

...eine wichtige Anlaufstelle. Für mich selbst zur inneren Einkehr, zum Gedenken, zum Nachdenken fürs Zwiegespräch.

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Peter, 60 Jahre

Friedhof ist für mich Zwang. In weiten Teilen Deutschlands gilt der Friedhofszwang für Asche. Seit der Nazizeit. In weiten Teilen des Auslands gibt es keinen Friedhofszwang für Asche. Warum darf meine Asche nicht auf einer Wiese verstreut werden?

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Lara, 31 Jahre

Mein Leben! Als Friedhofsverwalterin darf ich mich seit 7,5 Jahren um zwei ganz besondere Orte kümmern, die mich auch heute noch mit neuen, spannenden Themen in Berührung bringen und mit ihrem Facettenreichtum ein unfassbar interessanter Arbeitsplatz sind. Durch ihre zusätzlichen Funktionen als Naherholungsräume, ökologische Kleinode, Kulturräume und Denkmalstätten locken die Friedhöfe neben den Grabstättenbesucher:innen auch viele andere Gäste an. Von beiden Besuchergruppen erleben wir viel Dankbarkeit für unser Engagement im Team - weil Menschen sich gut von uns beraten fühlen, sich über die gepflegte Grünanlage freuen oder unseren Einsatz beim Erhalt der Denkmalsubstanz schätzen. Auch das gibt mir und meinen Mitarbeitenden das Gefühl eine wertvolle Arbeit zu tun und Menschen in einer...

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Uli, 63 Jahre

Friedhof ist für mich ein Ärgernis. Als Bestattungspflichtiger musste ich wegen des Friedhofszwangs gegen meinen Willen eine Bestattung auf einem Friedhof veranlassen. Der Grabstein musste von einem zugelassenen Steinmetz (vorgeschrieben in der Friedhofssatzung) aufgestellt werden und war nach wenigen Jahren nicht mehr standfest. Der Friedhofsträger hat mir angedroht, den Grabstein kostenpflichtig umzulegen (steht auch in der Friedhofssatzung). Nach all dem Ärger habe ich - nach sinnloser Quälerei durch Grabpflegestress - das Grabnutzungsrecht vorzeitig zurückgegeben und habe die Rückgabe nie bereut.

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Tanja, 34 Jahre

Ein Ort der Ruhe, an dem man sich an die geliebten Verstorbenen erinnert und die Natur genießen kann. Aber auch ein Ort an dem man sich trifft und Klönschnack hält.

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